Mittwoch, 2. Oktober 2013

Wind

Heute liefen wir schon um 8:30 Uhr aus. Wir lagen ja halb in der Hafeneinfahrt und wollten kein Hindernis für die anderen darstellen.

Unser heutiges Ziel war Poros auf Kefalonia. Das ist zwar eine ordentlich Strecke, aber es war ein guter 4er-Wind vorhergesagt. Leider schien der Wind nichts davon zum wissen, denn er blies nur schwach. Gegen Mittag war klar, dass wir die Strecke unter Segeln nicht schaffen würden. Wir wollten aber Segeln und nicht Motoren und so änderten wir den Kurs auf Vathi auf Ithaka

Südlich von Atokos frischte der Wind dann sehr stark auf. Im Mittel blies er mit 5 Beaufort, für einige Zeit erreichte er eine 6. Auch die See entsprach der Windstärke. Gleich als der Wind auffrischte hatten wir ein Reff gesteckt, wir fuhren die Segel für einen Am-Wind-Kurs aber dann doch ziemlich weit offen um das Boot nicht all zu sehr krängen zu lassen und konnten dadurch die nötige Höhe nicht mehr laufen. Das verlängerte unseren Tripp um einige Kreuzschläge.

Auch an diesem Tag wurden wir wieder nass: Nach dem Wolkenbruch am Vortag mit Wasser von oben kam das Wasser heute von unten und von der Seite und schmeckte nach Salz.

Durch den Turbo erreichten wir Vathi schon gegen 16:00 Uhr. Vathi ist ein extrem pittoreskes Städtchen rings um einen Naturhafen, der nur einen Nachteil hat: bei Nordwind schützt er nicht besonders gut. Leider hatten wir Nordwind und durch den Schwell wurde es ziemlich schaukelig. Das Anlegen klappte erst beim zweiten Versuch. Beim ersten Versuch mussten wir feststellen, dass 50 Meter Ankerkette doch recht kurz sind: uns ging vor dem Ufer die Kette aus...

Dass wir nun in Vathi lagen hatte auch einen Vorteil: hier gab es zwei gut sortierte Supermärkte bei denen wir Pinienkerne kaufen konnten, die wir dringend für ein Kartoffelsalatrezept benötigten.

Am Abend kochten wir zum ersten Mal selber. Es gab Risotto. Nur leider vergaßen wir die Limette.

 

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