Heute liefen wir schon um 9:00 Uhr aus, denn wir wollten nach Gaios auf Paxos, das von Preveza aus mehr als 30 Seemeilen entfernt liegt. Auch an diesem Morgen wurde Boot nach Boot aus dem Wasser gehoben und auf den Abstellhof geschleppt.
Wir fuhren unter Motor bis zum äußeren Ende des Preveza-Kanals und zogen dann zusätzlich die Fock hoch. Der Wind stand günstig zum Motorsegeln. Je weiter wir nach Norden kamen um so stärker wurde der Wind. Schließlich steckten wir ein Reff in die Fock, zogen auch das gereffte Groß auf, machten den Motor aus und ließen uns von dem 5er-Wind raumschots nach Paxos jagen. Leider drehte der Wind noch, so dass wir noch zweimal Halsen mussten und nicht mit einem Schlag auskamen.
Leider entsprach auch der Seegang der Windstärke und unsere kleine 32er-Bavaria wurde kräftig durchgeschaukelt. Ich bemerkte eine beginnende Übelkeit und nahm eine Vomex, aber das Ergebnis war nur, dass ich ungeheuer müde wurde und mir selbst beim Stehen fast die Augen zufielen.
Der Hafen von Gaios wird in den meisten Törnführern als chaotisch beschrieben. Aber jetzt in der Nachsaison ist es deutlich ruhiger und jedes Boot hat einen Liegeplatz bekommen. Einige Tavernen und Geschäfte haben auch schon dicht gemacht.
Das Wetter war heute erst bewölkt, dann kam sogar die Sonne raus. Aber nachdem wir festgemacht hatten fing es an zu regnen und es hörte den ganzen Abend nicht mehr auf. Wir hatten drei verschieden Wetterberichte, alle sagten etwas anderes, aber den Regen und den 5er-Wind hatte keiner vorhergesagt.
Wir waren einkaufen und haben dann Pizza gebacken.
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