Montag, 30. September 2013

OK, doch Porto Spilia

Der Wetterbericht für heute war nicht sehr positiv: ein Tief sollte durchziehen mit Regen und Gewittern und für 16:00 Uhr sollte der Wind Stärke 6 erreichen mit 7er Böen. Wir beschlossen also früh auszulaufen und spätestens gegen 13:00 Uhr in einem Hafen zu sein. Das Problem: eigentlich wollten wir nach Süden aber der Wind blies aus Süden. Sebastian bestand zudem auf Segeln, was, zusammen mit unserem Zeitlimit, den Aktionsradius stark einschränkte. Im Süden waren nur Frikes und Fiskardo erreichbar, beide boten gegen Südwind nicht optimalen Schutz, während im Norden Nidri, Vathi und Porto Spilia wesentlich geschützter lagen. Letztenendes gab mein Wunsch nach einer Dusche den Ausschlag und wir beschlossen, nach Porto Spilia zu segeln.

Vor der Fahrt lag aber noch das Ablegen und das gestaltete sich etwas nervenaufreibender als uns lieb war. Der Wind blies auch in Sivota mit einer guten 3 und als wir den Bug aus der Parklücke steckten, drückte uns der Wind gleich auf das Steuerbordboot. Das gehörte glücklicherweise einem älteren britischen Paar, Peter und Sarah, recht erfahrenen Seglern, die uns dann zeigten, wie man mit einer langen Heckleine auch bei stärkerem Seitenwind problemlos ablegen kann.

Die Fahrt nach Porto Spilia verlief recht ereignislos. Wir kreuzten vor dem Wind durch den Meganisi-Kanal und waren schon gegen halb Zwölf in Porto Spilia wo wir auch problemlos einen Liegeplatz bekamen. Tatsächlich waren die Letzten gerade erst dabei auszulaufen.

Am Nachmittag stiegen wir nach Spartochorion auf, kauften Brot und genossen eine Weile den fantastischen Ausblick von der Panoramaterrasse. Danach ließen wir uns vom Hafenkino unterhalten. Auch im relativ geschützten Porto Spilia hatte es 5er-Böen, was das Anlegen für die Meisten zu einer ziemlichen Herausforderung machte.

Als wir beim Abendessen saßen kam dann auch noch das versprochene Gewitter. Sehr beeindruckend, mit einem unglaublichen Platzregen.

Sonntag, 29. September 2013

Mal nicht in Porto Spilia

Kurz vor Zehn legten wir ab und tuckerten im üblichen Auslauf-Korso durch den Lefkas-Kanal nach Süden. Es gab überhaupt keinen Wind, das Meer war spiegelglatt, weshalb wir weiter Richtung Meganisi-Kanal motorten. Unterwegs fuhren wir etwas näher an Skorpios heran, da die Onassis-Insel jetzt Russen gehören soll. Es war aber wie immer nichts zu sehen.
Am Südende des Meganisi-Kanals, so gegen 13:00 Uhr, setzten wir dann zum ersten Mal Segel. Es waren nur 2 Beaufort, völlig untypisch aus Süd, aber der Wind drehte dann auf Süd-West und legte auf eine gute 4 zu, so dass wir uns entspannt einsegeln konnten.
Gegen Viertel nach Vier waren wir dann vor Sivota. Da der Hafen bei unseren letzten Besuchen immer sehr voll gewesen war, beschlossen wir gleich reinzufahren. Letztes Jahr waren wir am Stadt-Kai und am Bezahl-Steg. Dieses Jahr wählten wir den Steg von Stavros Taverne. Das Konzept ist das gleiche wie in Porto Spilla: Murings, Wasser, Strom und WiFi gegen ein Abendessen. Leider war das Essen nur mittelmäßig und das Internet tat nicht.
Letztenendes war es dann aber nicht mehr so voll wie im letzen Jahr. Man hätte auch um 18:00 Uhr noch einen Liegeplatz bekommen. Neben uns lagen 2 riesige Mehrfamilienkatamarane und im ganzen Hafen verteilt Dutzende von "Sailing Holidays"-Booten. Die hatten keinen Landstrom, wollten kaltes Bier und hatten deshalb die ganze Zeit die Maschinen laufen, was das Essen in einer Hafentaverne nicht unbedingt zu einem Vergnügen machte.
Ich werde weiterhin von Stechmücken attackiert. Die Bordapotheke, genauer Autan und Fenistil sind im Dauereinsatz.

Samstag, 28. September 2013

Mal wieder Lefkas

Unser diesjähriger Törn durch die Ionische See startete in München. Die Saison näherte sich dem Ende und von Stuttgart aus flog schon nichts mehr. Zurück würden wir sogar nach Düsseldorf fliegen müssen. Für die Anfahrt hatten wir deshalb einen Mietwagen organisiert und der Opel Astra Variant mit Vertretervollausstattung brachte uns problemlos nach München.
Der Flug war, wie bei Air Berlin üblich, verspätet. Der Flieger war fast voll, wieder überwiegend ältere Männer in Gruppen, zum Teil mit den üblichen Uniform-T-Shirts ("Skipper - Ouzu-Tours Lefkas 2013").

Am Flugzeuträger-Flughafen in Aktion wartete dann die nächste Konstante: der gleiche Taxifahrer wie in den letzten 3 Jahren. Als wir seine Frage, ob wir schon einmal hier waren, bejahten und ihn darauf hinwiesen, dass er uns bisher immer gefahren habe, meinte er: "Next Time I will know you". Allerdings hat er das auch schon letztes Jahr versprochen.
Die Fahrt ging zum Stadthafen, wo schon die "Anemos", eine 32er Bavaria, auf uns wartete. Das Boot ist selbst für die guten IYC-Verhältnisse sehr gut ausgestattet, insbesondere der Wantenschneider und die Landstrom-Steckdosen in jeder Kajüte haben uns beeindruckt.
Nachdem wir das Boot übernommen hatten und unsere Lebensmittelbestellung geliefert worden war ergänzten wir noch unseren Proviant in dem Supermarkt auf der anderen Straßenseite.
Essen gingen wir dieses Jahr direkt am Hafen. Die Speisen waren sehr gut, allerdings gab es sehr aggressive Stechmücken. Sebastian ließen sie in Ruhe, aber ich bekam in kurzer Zeit mehrere Stiche ab - sogar durch die Kleidung.
Nach dem Essen bummelten wir noch durch die Fußgängerzone von Lefkas und erstanden bei einem Bäcker unglaublich süßes Zeug.