Der Wetterbericht für heute war nicht sehr positiv: ein Tief sollte durchziehen mit Regen und Gewittern und für 16:00 Uhr sollte der Wind Stärke 6 erreichen mit 7er Böen. Wir beschlossen also früh auszulaufen und spätestens gegen 13:00 Uhr in einem Hafen zu sein. Das Problem: eigentlich wollten wir nach Süden aber der Wind blies aus Süden. Sebastian bestand zudem auf Segeln, was, zusammen mit unserem Zeitlimit, den Aktionsradius stark einschränkte. Im Süden waren nur Frikes und Fiskardo erreichbar, beide boten gegen Südwind nicht optimalen Schutz, während im Norden Nidri, Vathi und Porto Spilia wesentlich geschützter lagen. Letztenendes gab mein Wunsch nach einer Dusche den Ausschlag und wir beschlossen, nach Porto Spilia zu segeln.
Vor der Fahrt lag aber noch das Ablegen und das gestaltete sich etwas nervenaufreibender als uns lieb war. Der Wind blies auch in Sivota mit einer guten 3 und als wir den Bug aus der Parklücke steckten, drückte uns der Wind gleich auf das Steuerbordboot. Das gehörte glücklicherweise einem älteren britischen Paar, Peter und Sarah, recht erfahrenen Seglern, die uns dann zeigten, wie man mit einer langen Heckleine auch bei stärkerem Seitenwind problemlos ablegen kann.
Die Fahrt nach Porto Spilia verlief recht ereignislos. Wir kreuzten vor dem Wind durch den Meganisi-Kanal und waren schon gegen halb Zwölf in Porto Spilia wo wir auch problemlos einen Liegeplatz bekamen. Tatsächlich waren die Letzten gerade erst dabei auszulaufen.
Am Nachmittag stiegen wir nach Spartochorion auf, kauften Brot und genossen eine Weile den fantastischen Ausblick von der Panoramaterrasse. Danach ließen wir uns vom Hafenkino unterhalten. Auch im relativ geschützten Porto Spilia hatte es 5er-Böen, was das Anlegen für die Meisten zu einer ziemlichen Herausforderung machte.
Als wir beim Abendessen saßen kam dann auch noch das versprochene Gewitter. Sehr beeindruckend, mit einem unglaublichen Platzregen.

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