Freitag, 21. September 2012

Pita-Test

Wir hatten in der Nacht beide sehr unruhig geschlafen, aber unser Anker hielt wie eine Eins. Als wir ihn einholten, sahen wir, dass wir doch mehr Kette draußen gehabt hatten als gedacht. Auch hatte er sich prächtig eingegraben: als wir ihn aufholten hingen noch 2 Kilo Meeresboden dran.

Heute war unser letzter Tag auf See, bis 17:00 Uhr mussten wir das Boot zurückgeben. Leider bereitete uns der Wetterbericht ein wenig Sorgen: die Wetter-SMS (die seither immer nur tendenziell Recht gehabt hatte) sagte ab 12 Uhr einen Mittelwind von 6 mit 9er Böen voraus aber auch Poseidon sah für Lefkas einen Mittelwind von 6. Wir beschlossen also, früh auszulaufen um bis Mittag in Lefkas zu sein.

Vathi aus Meganisi.
Vielleicht noch ein Wort zur Marina: auf den regulären Plätzen gibt es Murings, Wasser, Strom und WiFi und die sanitären Anlagen waren für griechische Verhältnisse sehr sauber. Es war auch der einzige Hafen, in dem man unsere Bootspapiere sehen wollte.

Beim Auslaufen sahen wir, dass am Steg der Taverne, wo man uns am Vortag weggeschickt hatte, noch Plätze frei waren. Wir beschlossen daraufhin einen lebenslangen Boykott dieses Schuppens.

Gegen 11:00 Uhr erreichten wir das Südende des Lefkas-Kanals und da der Wind mit einer angenehmen 4 blies, drehten wir noch einige Runden unter Segel. Danach fuhren wir den Kanal hoch (da der Wind aus Norden kam, wurden wir wieder von einem Müllaroma empfangen) und machten einen Stopp an der Tankstelle um den Diesel aufzufüllen.

Mondas half uns beim Anlegen und seine erste Frage war: "Why are you back already? Is it too cold?" Kalt war es zwar nicht, aber vom 6er-Wind war auch nichts zu sehen. Tja, schade um die verschenkte Zeit.

Wir übergaben das Boot und gingen erstmal eine Pita essen. Als wir zurückkamen war das Boot von Mondas und zwei Technikern belagert, die den schwergängigen Fahrthebel reparieren wollten. Wir waren also nur im Weg und unternahmen einen Spaziergang zum Strand und zur Festung von Lefkas. Leider war letztere schon geschlossen, die Öffnungszeiten waren von 8:00 - 15:00 Uhr!

Strand und Festung von Lefkas.
Abends hatten wir keine Lust noch einmal zu kochen. Auch Essen zu gehen erschien uns wenig verlockend. Also besorgten wir uns noch einmal Pita und bei einem Bäcker etwas Süßkram und machten es uns auf unserem Logenplatz im Hafenkino bequem. Der Feldstecher stand natürlich immer griffbereit. Den Pita-Test gewann "Best Pita in Town" gegen die "Daltons".

 

1 Kommentar:

  1. "Best Pita in Town" war schon der beste seit unserem SKS-Törn ;-). Hatte damals schon Wolfgang gesagt...

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