Samstag, 15. September 2012

Mal wieder die Ionischen Inseln

Nachdem dieses Blog jetzt ein halbes Jahr ungenutzt vor sich hindümpelte war Sebastian der Ansicht, etwas dagegen tun zu müssen. Er organisierte also eine Bavaria 34 Cruiser in Lefkas und schaffte es irgendwie (ich kann es nicht mehr nachvollziehen) mich zu einem einwöchigen Törn in der ionischen Inselwelt zu überreden.

Das Abenteuer begann um 3:30 Uhr in der Nacht. Die Fahrt mit Sebastians Wunder-Focus verlief ereignislos und kurz vor Sechs erreichten wir den Parkplatz von sparparker.de in einem abgelegenen Industriegebiet eines kleinen Nests in der Nähe von Rüsselsheim. Wir mussten in einem skurril dekorierten Warteraum noch auf zwei andere Partien warten, ehe wir mit einem Bus zum Flughafen gefahren wurden. Bei der Sicherheitskontrolle gewann Sebastian die Intensivrunde: er durfte sich nicht nur abtasten lassen, sondern musste in einem Nebenraum auch noch die Ungefährlichkeit seiner Kamera demonstrieren.

Warteraum von Sparparker
Das Flugzeug war fast voll und viele Passagiere sahen nach Seglern aus. Gut die Hälfte waren Männer zwischen 50 und 60 mit stattlichen Bäuchen, meist in Gruppen und mit Uniform-T-Shirts oder -Mützen bekleidet ("Kat-Segeln 2012", "Crew", "Skipper"). Unter den Anderen stachen die Pärchen in Gaastra und mit Sonnenbrille auf der Stirn hervor.

Zu Fuß vom Flugzeug zum Terminal
Die Flugzeugträger-Landung in Preveza war etwas holprig, mein Koffer brauchte ziemlich lange, dafür erwartete uns ein Taxi-Fahrer mit einem Schild "Hebelr / Eos". Dieser fuhr uns nicht wie gewohnt an den Stadt-Quai sondern in die Marina. Er versicherte uns aber mehrmals, dass die Eos tatsächlich in der Marine liege. Als wir aus dem Taxi stiegen schüttete es wie aus Kübeln und so sprinteten wir auf dem Steg fast noch an unserem Boot vorbei.

Die Eos.
Der Schlüssel steckte und wir retteten uns in die trockene Kajüte. Nach einiger Zeit steckte Mondas (der Techniker unseres Vercharterers) seinen Kopf durch die Luke und meinte, wir sollten das Boot schon mal überprüfen und er oder Maria (die Vertreterin unseres Vercharterers) würden später zur Übergabe erscheinen.

Wir prüften, prüften sehr gründlich, alles war OK, die Zeit verging und verging aber niemand kam. Erst nach einem Telefongespräch mit Maria tauchte Mondas wieder auf. Die Übergabe war IYC-typisch kurz und unproblematisch. Das Protokoll wurde mit Bleistift ausgefüllt.

Dauerregen.
Bei einem Bootsausrüster (hehe, Mann fläzt sich hinter der Kasse und die Frau muss rennen und bedienen) kauften wir noch ein paar Bändsel und in einem Supermarkt Proviant. Kinderschokolade war wieder keine zu bekommen.

Am Abend gingen wir in dem Restaurant essen, in dem wir auch schon letztes Jahr am ersten Abend gewesen waren. Na ja, ich hatte es als besser in Erinnerung.

Schlechtes Wetter in Lefkas
Den ganzen Tag über herrschte Südwind und da die Müllkippe südlich der Stadt liegt stank es fürchterlich, vor allem nach schmorendem oder brennendem Kunststoff. Während unserer Einkaufstour und während des Essens war es einigermaßen trocken geblieben, aber dann setzte wieder heftiger Regen ein.

 

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