
Trotz Muring war die Nacht einigermaßen schaukelig, was bei mir leider wie meist zu Kopfschmerzen am Morgen führte. Die Wetterberichte waren sich uneinig, wie denn der Tag nun werden sollte, und so haben wir erstmal in Ruhe gefrühstückt. Bei leichtem Nieselregen, aber immerhin 4 Windstärken, legten wir in Spartakhori ab um vor der Rückfahrt nach Lefkas noch ein paar Runden zu segeln.
Laut Satellitenbild sollten sich die Wolken innerhalb der nächsten Stunden auflösen und der Wind, inzwischen bei 5-6 Beaufort, sollte gegen Nachmittag nachlassen. Da wir zwei Anlegemanöver vor uns hatten und noch ein bißchen Sonne tanken wollten, versuchten wir, so lange wie möglich zu segeln. Der Wind war ideal, wir machten trotz gereffter Segel und "Dingibremse" oft über 7 Knoten Fahrt.
Das Wetterbild blieb jedoch ambivalent. Über uns der erwartete zumeist blaue Himmel, am Horizont Wolken, bei denen wir uns nicht ganz sicher waren, ob sie nun Unwetter bringen würden oder nicht. Immerhin war aufgrund der Windrichtung relativ klar, dass sie so schnell nicht bei uns sein würden. Trotzdem beschlossen wir am frühen Nachmittag, kein Risiko mehr einzugehen und die Rückfahrt nach Lefkas anzutreten.
Sowohl der Tankstopp als auch das Anlegen im Hafen klappten trotz 15 Knoten Wind problemlos. Und als wir dann erstmal im Hafen lagen, wurde das Wetter besser und besser. War ja irgendwie klar.
Den Rest des Tages verbrachten wir mir Eis essen, aufräumen und packen, immer wieder unterbrochen von kurzen Powernaps. Der Check-Out gestaltete sich als völlig unproblematisch. Ein Teller, den ich durch unachtsames Aufheizen in tausend Stücke gesprengt hatte, war der einzige ernsthafte Verlust unserer Woche (mal abgesehen von meinem GPS, das die Flucht aus der One House Bay im Regen leider nicht überlebt hat).


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