Donnerstag, 19. April 2012

Dritter Tag: Wind!

Am nächsten Morgen legten wir von Spartakhori mit dem Ziel ab, Meganisi zu umsegeln. In dem Kanal zwischen Lefkas und Meganisi machte das die ersten paar Stunden auch ziemlich Spaß. Wir hatten einen ordentlichen 4er Wind und konnten uns schön durch den Kanal kreuzen. Danach kamen die Wellen. Nicht besonders hoch, aber deutlich spürbar schlugen uns diese nach einer Weile so auf den Magen, dass wir doch wieder auf Motor umgestellt haben, zumindest bis zur Umrundung der Südspitze von Meganisi.

Ab da segelte es sich wieder deutlich bequemer und am späten Nachmittag liefen wir in Órmos Vlikho ein und legten an einer Boje an. Eigentlich wollten wir ankern, aber da für den Abend Wind bis zur Stärke 6 angekündigt war, war die Boje die sicherere Option. Allerdings auch die deutlich ekligere, denn die ersten 5 Meter der Leine waren rundherum mit schlammigen Lebewesen besetzt, die auch noch Wasser spritzten, wenn man versehentlich auf sie drauf drückte. Nach dem Anlegemanöver war das Deck voller Schlamm und kleiner Krebse. Auf jeden Fall haben wir keine Minute zu spät angelegt, denn prompt setzten Wind und Regen ein.

Abends gab es dann Pilzrisotto aus der Bordküche, während es draußen immer
ungemütlicher wurde — am Ende sogar bis Windstärke 7. Die Nacht war ziemlich unruhig, der Wind lies erst in den Morgenstunden wieder nach. In dem Video kann man übrigens ganz gut sehen, wie unser Dingi an dem Abend vom Wind gebeutelt wurde.



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